{"id":100,"date":"2015-06-22T14:27:49","date_gmt":"2015-06-22T14:27:49","guid":{"rendered":"http:\/\/sv-bad-rappenau.de\/?page_id=100"},"modified":"2023-03-02T17:12:36","modified_gmt":"2023-03-02T16:12:36","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/?page_id=100","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Gr\u00fcndung des Sch\u00fctzenvereins<\/strong><\/p>\n<p>Auf Anregung von Hermann Schenkel wurde in der Weinstube Linde eine Versammlung von sportlustigen M\u00e4nnern einberufen, die im Laufe des Abends den Sch\u00fctzenverein Bad Rappenau gr\u00fcndeten. Es war dies der 07.Januar 1924. Dem neuen Verein traten sofort 19 Mitglieder bei. Die den ersten Vorstand wie folgt w\u00e4hlten:<\/p>\n<p>I.Vorstand:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lehrer Jakob Kempf<\/p>\n<p>Schriftf\u00fchrer:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Prokurist Herman Schenkel<\/p>\n<p>Schie\u00dfleiter:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Buchhalter Emil Plattenseier<\/p>\n<p>Kassier:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kaufmann Wilhelm Lauer<\/p>\n<p>Nun wurde eine Satzung aufgestellt und der Beschluss gefasst, dem Deutschen Kartell f\u00fcr Jagd und Sportschie\u00dfen Berlin-Halensee beizutreten. Ebenso wurde die Anmeldung bei dem Bezirksamt Sinsheim beschlossen. Als Beitrag zahlte jedes Mitglied 5,- Mark in die Vereinskasse.<\/p>\n<p>Vom Sportverband bekam man ein kleines KK-Gewehr und 1000 Schuss Munition \u00fcberlassen. Gleichzeitig wurde der Beschluss gefasst ein weiteres Gewehr und 2000 Schuss vom Verband zu beziehen. Nun wurde das erste \u00dcbungsschie\u00dfen in der Nachbargemeinde Hohenstadt abgehalten, die ihren Stand bis auf weiteres dem neuen Verein zur Verf\u00fcgung stellten.<\/p>\n<p>Zur Errichtung eines eigenen Schie\u00dfstandes stellte Zimmermeister Christof Freudenberger seinen Zimmerplatz zur Verf\u00fcgung. Doch schon bei den ersten Arbeiten stellte sich heraus, dass er zu klein war. Worauf Postmeister Klemm den Vorschlag machte den Platz an der sogenannten Kiesgrube (alte R\u00f6merstrasse) als Schie\u00dfstand auszubauen. Vorstand Kempf sprach bei der Gemeindeverwaltung vor und bekam die Erlaubnis zum Ausbau. Im Juni 1924 wurde mit der Arbeit begonnen. Der Platz lag am Hang, wodurch gro\u00dfe Erdaushebungen erforderlich waren, die von den Mitgliedern abgeleistet werden mussten.<\/p>\n<p>Am 24.August beteiligte sich der Verein beim ersten Gauschie\u00dfen in Steinsfurt. Lorbeeren konnten keine errungen werden.<\/p>\n<p>Im November wurde Vorstand Lehrer Kempf nach Neckarm\u00fchlbach versetzt, wodurch Eisenbahnsekret\u00e4r K\u00fcnzel einstimmig zum neuen Vorstand gew\u00e4hlt wurde. Bei der am 21. Januar 1925 ersten abgehaltenen Generalversammlung konnte man auf gro\u00dfe sportliche Leistungen noch nicht zur\u00fcckblicken, aber auf eine kolosale Arbeitsleistung am Schie\u00dfstand. Wurden doch ca. 600 cbm Erde durch bereitstellen von Pfl\u00fcgen, Ochsen und Pferdegespanne durch die Gutsverwaltung und Mitglieder abgetragen.<\/p>\n<p>Im Mai wurde das Gauschie\u00dfen in Kirchardt ausgetragen, wo Vorstand K\u00fcnzel den 2.Platz erringen konnte. Man beteiligte sich beim Preisschie\u00dfen in Hohenstadt und H\u00fcffenhardt. Im Herst in Wollenberg und im November in Berwangen. Beim Landesschie\u00dfen 1925 errang der Verein die Gaumeisterschaft in Klasse A, mit den Sch\u00fctzen Karl Uhrig, Reinhard K\u00fcnzel, Guido Fuchs, Josef Lenz und Wilhelm Lauer, die mit der Gaumeisternadel sowie einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden.<\/p>\n<p>Anfang September waren die Arbeiten am Schie\u00dfstand soweit fortgeschritten, das ohne Gefahr der \u00d6ffentlichkeit ein Preisschie\u00dfen stattfinden konnte. Am 27.September 1925 wurde das erste Rappenauer Preisschie\u00dfen bei starkem Sturm und Regen abgehalten. Die Siegerehrung fand im Vereinslokal zum Deutschen Kaiser statt.<\/p>\n<p>In der weiteren freudigen Entwicklung des Vereins zur Pflege des Schie\u00dfsports wurde in der j\u00e4hrlichen Generalversammlung eine umfangreiche Satzungsordnung beschlossen, die sofort in Kraft trat. Vorstand K\u00fcnzel berichtete \u00fcber das Ergebnis der Landesversammlung in Offenburg, wo unter anderem darauf hingewiesen wird, dass jede Politik im Verein unbedingt verboten ist.<\/p>\n<p>Am 20.Juni 1926 fand unsere Schie\u00dfstandweihe, verbunden mit einem Preisschie\u00dfen statt. Nach wochenlangem Dauerregen kamen die ersten sommerlichen Tage, was eine besonders zahlreiche Beteiligung zur Folge hatte. Am fr\u00fchen Morgen wurde mit dem Preisschie\u00dfen begonnen. Anschlie\u00dfend beteiligten sich mehrere hiesige Vereine sowie alle ausw\u00e4rtigen erschienenen Vereine zu einem stattlichen Festzug durch die Stra\u00dfen des Ortes bis hin zum Festplatz.<\/p>\n<p>Die feierliche \u00dcbergabe des Schie\u00dfstandes wurde gekr\u00f6nt durch eine von 5 Sch\u00fctzen abgegebene Salve, worauf der Schie\u00dfbetrieb unter Einnahme von reichlich Zielwasser, einen gl\u00e4nzenden Verlauf nahm.<\/p>\n<p>Am Abend nach der Siegerehrung \u00fcbergab Gausch\u00fctzenmeister Batz unserem Ortsvorsteher Hermann Hofmann eine in Rahmen gefasste Ehrenurkunde f\u00fcr die Verdienste an der Sch\u00fctzensache.<\/p>\n<p>Beim Gauschie\u00dfen in Wollenberg, bei welchem man mit Fuhrwerk und Fahrrad anreiste, errang Reinhard K\u00fcnzel als 1.Gaupreis einen Pokal. Die silberne Medallie erhielten R. K\u00fcnzel, W. Lauer, W.Bleimeier, W.Klingmann, M.L\u00f6ffler, K.Zeis, H.Feierabend, L.Schmidt, P.Schmid, A.Rothenh\u00f6fer. Ehrenscheiben erschossen sich: W.Klingmann und K.Zeis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1927 \u2013 1933 Die Jahre der Bew\u00e4hrung \/ Die Wirtschaft in Not<\/strong><\/p>\n<p>Im Februar 1927 hielt man im Saal der Krone eine Winterfeier ab. Den H\u00f6hepunkt bildete eine Theaterauff\u00fchrung. Die humoristischen Einlagen einiger Sch\u00fctzenkameraden trugen zum Gelingen den Abends bei.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz wurde unser Vereinsvorstand Reinhard K\u00fcnzel zum Gauleiter des Wollenberggaus gew\u00e4hlt. Worauf er sein Amt als Vereinsvorsitzender niederlegte. Schie\u00dfleiter Schenkel bedankte sich im Namen des Vereins f\u00fcr seine vorbildliche T\u00e4tigkeit. An seine Stelle tritt am 09. April 1927 der zweite Vorsitzende Martin L\u00f6ffler.<\/p>\n<p>Nach der Beteiligung verschiedener Preisschie\u00dfen bei unseren Nachbarvereinen, konnte mit Unterst\u00fctzung des Musikvereins und der hiesigen Einwohnerschaft unser eigenes Preisschie\u00dfen erfolgreich abgehalten werden.<\/p>\n<p>Doch kurz vorm Preisschie\u00dfen erschien die Gendarmerie und beschlagnahmte alle Vereins- und privaten Gewehre, ebenso wurden die Waffenscheine eingezogen. Die Freigabe der Gewehre durch den Vorsitzenden konnte durch die Anerkennung der auferlegten h\u00e4rteren Bestimmungen erreicht werden. Bei der Generalversammlung am 03.M\u00e4rz 1929 wurde das Gr\u00fcndungsmitglied P.H. Heinrich S\u00f6hner Ehrenmitglied. Martin L\u00f6ffler gibt nach 2 Jahren aus gesch\u00e4ftlichen R\u00fccksichten den Vereinsvorsitz ab. Doch Richard Funk, der zum Vorsitzenden gew\u00e4hlt wird, scheint keine gl\u00fcckliche Hand in der F\u00fchrung des Vereins zu haben.<\/p>\n<p>Die ersten dunklen Gewitterwolken seit der Vereinsgr\u00fcndung ziehen am Vereinshimmel auf. Die Schie\u00dfbeteiligung auf dem eigenen Stand wurde immer schlechter ebenso die Beteiligung bei den Versammlungen. Die Existenz des Vereins war gef\u00e4hrdet. Bei einer Krisensitzung zeigte sich, das eine Zusammenarbeit in dieser Besetzung der Vorstandschaft nicht mehr m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Am 30.11.1929 wurde eine au\u00dferordentliche Mitgliederversammlung einberufen und die gesamte Vorstandschaft neu gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1.Vorsitzender:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Herrmann Schenkel<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Vorsitzender und<\/li>\n<\/ol>\n<p>Schriftf\u00fchrer:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Guido Fuchs<\/p>\n<p>Kassier:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wilhelm Lauer<\/p>\n<p>1.Schie\u00dfleiter:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Martin L\u00f6ffler<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Schie\u00dfleiter: Wilhelm Klingmann<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach diesen Wahlen war der Verein durch Herrman Schenkel wieder in festen H\u00e4nden. Er wird den Verein durch die kommenden schweren Jahre bringen.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr verlie\u00df unseren Verein, einen unserer eifrigsten Mitglieder, Sch\u00fctzenkamerad Heinrich Feierabend, um nach Amerika auszuwandern. Der fr\u00fchere Vorstand Reinhard K\u00fcnzel wird am 15.02.1930 einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.<\/p>\n<p>Die inzwischen eingetretene wirtschaftliche Lage macht sich leider auch im Verein bemerkbar. Viele unserer Mitglieder waren Arbeitslos. Und angesichts dieser Tatsache konnte in der geldarmen Zeit des Winters 1931 an die Veranstaltung eines Familienabends gar nicht gedacht werden. Trotz des Beschlusses arbeitslose Mitglieder 18 Schuss Munition f\u00fcr jedes \u00dcbungsschie\u00dfen zu \u00fcberlassen, war im abgelaufenen Jahr der Schie\u00dfbetrieb auf dem Schie\u00dfstand sehr gering. 1932 hatte sich die allgemeine Notlage und Geldverh\u00e4ltnisse so gewandelt, dass der n\u00e4chste Familienabend nun gemeinsam mit dem Milit\u00e4rverein stattfinden konnte. Im Zuge dieser Veranstaltung wurde dar\u00fcber nachgedacht die beiden Vereine miteinander zu vereinigen.<\/p>\n<p>Als Ausklang aller bisher unbeeinflu\u00dfter Vereinsentwicklungen darf wohl das 1. Rappenauer Gauschie\u00dfen angesehen werden.<\/p>\n<p>Am 25.Juni 1933 um 13:00 Uhr war Aufstellung zum Festzug am Rathaus, an welchem sich s\u00e4mtliche Vereine des Gaus beteiligten, so dass eine stattliche Anzahl Sch\u00fctzen durch die Ortsstra\u00dfen zum Schie\u00dfstand marschierten. Auf dem Schie\u00dfstand angekommen wurde das Schie\u00dfen sofort er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Zahlreiche Zuschauer fanden sich auf dem Festplatz ein, wo die hiesige Musikkapelle f\u00fcr die Unterhaltung sorgte. Bei der Siegerehrung erhielt Gustav Kirstenpfad den 2.Gaupreis. Jungsch\u00fctze Heinrich D\u00f6rzbach die bronzene Ehrennadel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1933 \u2013 1939 Nationalsozialismus<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Umschwung von 1933 war eine zunehmende politische Einflussnahme auf den Sch\u00fctzenverein unverkennbar. Das Vereinsleben geriet immer mehr unter die Regie des neugeordneten deutschen Sportwesen. Und so finden wir die politische Konfrontation im Protokollbuch vom 19.08.1933. Im Oktober waren 52 SA Leute und im Dezember 35 SAR Leute dem Sch\u00fctzenverein beigetreten. Damit erh\u00f6hte sich die Mitgliederzahl des Sch\u00fctzenvereins auf 116 Mitglieder. Durch die neuen Bestimmungen mussten Anfang 1934 umfangreiche Satzungs\u00e4nderungen beschlossen werden, um die Vorstandschaft auf das F\u00fchrungsprinzip umzustellen. Nun war der 1.Vorstand der \u201eF\u00fchrer des Vereins\u201c und der alleinige Vertreter des Vereins, der seine Mitarbeiter selbst bestimmte. Aufgrund der Satzungs\u00e4nderung der Neuordnung des F\u00fchrers des Deutschen Schie\u00dfsportverbandes wurde am 21.Januar 1934 Hermann Schenkel zum F\u00fchrer des Vereins gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am 27.Januar 1934 feierte der Sch\u00fctzenverein Bad Rappenau mit dem Sch\u00fctzenverein Hohenstadt in den R\u00e4umen des Kurhotels seine Zehnjahresfeier. Anl\u00e4sslich dieser Feier, die schon sehr durch die politischen Einfl\u00fcsse gepr\u00e4gt war, wurde Oberpostschaffner a.D. Reinhard Klemm zum Ehrenmitglied ernannt.<\/p>\n<p>Der Einfluss politischer Gruppen machte sich auf dem Schie\u00dfstand immer mehr bemerkbar, so wurde die erste \u201eF\u00fchrerschulung\u201c am 19.01.1935 auf dem hiesigen Schie\u00dfstand durch unsere Schie\u00dfleiter abgehalten.<\/p>\n<p>Im Juni wird im Zuge der Neuordnung des deutschen Sportwesens vom Reichssportf\u00fchrer Einheitssatzungen f\u00fcr s\u00e4mtliche Mitglieder des Deutschen Reichsbundes f\u00fcr Leibes\u00fcbungen herausgegeben. Ein besonderes Ereignis war das Erstellen einer Freihalle (Sporthalle) auf dem Platz vor dem Sch\u00fctzenhaus. Hier wurde eine gro\u00dfe freistehende Halle in der Gr\u00f6\u00dfe 7m + 12m auf Eichenpfosten mit Ziegeldach aus freiwilligen und eigenen Kr\u00e4ften erstellt.<\/p>\n<p>Das Material wurde teils gestiftet, teils als Material beim Abbruch von Sudh\u00e4usern in der Saline gekauft.<\/p>\n<p>Eingeweiht wurde die Halle am 14.Juli 1935 in Verbindung mit einem gro\u00dfen Preisschie\u00dfen.<\/p>\n<p>Am 11.Dezember 1937 feierte man einen gro\u00dfen Familienabend im Salinenhotel.<\/p>\n<p>Ungeachtet der politischen Einflussnahme waren die Sch\u00fctzen des Vereines in den vergangen Jahren in ihren schie\u00dfsportlichen Leistungen immer an der Spitze zu finden. Die Jahre waren gepr\u00e4gt durch die vielen Schie\u00dfveranstaltungen, fast in jedem Nachbardorf gab es nun einen Sch\u00fctzenverein, der irgendein Gau \u2013 oder Preisschie\u00dfen veranstaltete.<\/p>\n<p>Bei dieser Vielfalt von Veranstaltungen konnten unsere Sch\u00fctzen viele 1. Preise, Gaupreise, silberne und bronzene Ehrennadeln erringen.<\/p>\n<p><strong>1939 -1945 Die Kriegsjahre<\/strong><\/p>\n<p>Die unerh\u00f6rte Unterdr\u00fcckung aller Deutschen 1939 in Polen dr\u00e4ngte zu einer Entscheidung. So wurden auch mehrere Vereinskameraden mit dem heutigen Tag zur Wehrmacht einberufen. Ende November befanden sich Karl Uhrig, G\u00fcnter Kirstenpfad, Emil K\u00fcnzel, Fritz Maier, Emil Fr\u00f6hlich und Werner Rauschert unter den Waffen. Diesen Kameraden wurde je ein Feldpostp\u00e4ckchen aus der Heimat zugesandt.<\/p>\n<p>Familienabend:<\/p>\n<p>Weil die Angeh\u00f6rigen unserer Wehrmacht einen solchen Abend nicht brauchten, wurde Abstand genommen. 1940 im Juni wurde unser Kamerad J.Veiht vom deutschen Sch\u00fctzenverband nach Berlin zu einem 12-t\u00e4tigen Oberschie\u00dfwartlehrgang nach Krefeld eingeladen und wurde nach der Abschlusspr\u00fcfung zum Oberschie\u00dfwart.<\/p>\n<p><strong>1942<\/strong> Im Laufe des Jahres sind nun alle Jungsch\u00fctzen eingezogen worden, so dass bei Wettbewerben keine Jungsch\u00fctzengruppen mehr aufgestellt werden konnten. Vereinsmeister 1942 wurde J.Veiht der auch Unterkreismeister 1942 wurde. Der Wanderpreis 1942 wurde von unserer Altersmannschaft gegen Helmstadt, Neckarbischofsheim und Waibstadt errungen. Nachdem der aktive Bestand auf 6 Alterssch\u00fctzen zusammengeschmolzen ist, wird der Schie\u00dfbetrieb im neuen Jahr klein ausgefallen. Daf\u00fcr wird ja dem Schie\u00dfen in der vormilit\u00e4rischen Ausbildung der HJ umso gr\u00f6\u00dferes Gewicht gelegt, so dass unser Schie\u00dfstand nicht verweist.<\/p>\n<p><strong>1943<\/strong> Die Jahreshauptversammlung wurde nicht einberufen, die Kasse wurde vom Vereinsf\u00fchrer Schenkel gepr\u00fcft und in Ordnung befunden. Kassier W.Lauer wurde Entlastung erteilt. Am 20.Februar ist unser Sch\u00fctzenkamerad Karl Ries bei den harten K\u00e4mpfen in Tunis gefallen. Er war einer unserer besten Jungsch\u00fctzen. Am 9.April kurz vor seinem 20.Geburtstag ist unser Sch\u00fctzenkamerad Edelbert S\u00f6hner im Feldlazarett der Ukraine verstorben. Bei einem Fernwettkampf und beim Sonderwettbewerbsschie\u00dfen (Nadelschie\u00dfen) beteiligten sich 4 Altersch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>1944<\/strong> Als Neujahrsgru\u00df an unsere Kameraden im feldgrauen Rock, sandte der Vereinsf\u00fchrer an jeden ein Taschenkalender mit pers\u00f6nlichem Gru\u00df. Da nur noch 6 Mitglieder des Vereins im Ort waren, wurde von einer offiziellen Generalversammlung f\u00fcr 1943 Abstand genommen. Die Kasse \u00fcbernahm der Vereinsf\u00fchrer Hermann Schenkel selbst.<\/p>\n<p>07.Mai 1944 Das letzte protokollierte \u00dcbungsschie\u00dfen auf dem Schie\u00dfstand. Dann kam mit dem Jahr 1945 auch f\u00fcr unseren Verein das Aus. Sch\u00fctzenhaus, Schie\u00dfstand und die Freihalle wurde von den Besatzungstruppen durch Sprengung zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p><strong>Eintrag im Kassenbuch<\/strong><\/p>\n<p>Durch die Besetzung unseres Gebietes durch das amerikanische Heer, ist vorl\u00e4ufig an die Weiterf\u00fchrung des Schie\u00dfbetriebes nicht zu denken. Das obige Guthaben ist gesperrt. Durch unbekannte Elemente wurde die gro\u00dfe Freihalle zerst\u00f6rt. Das alte Holz wurde unter den alten Sch\u00fctzenkameraden Karls Uhrig, Guido Fuchs, Wilhelm Klingmann, Martin L\u00f6ffler und Hermann Schenkel verteilt. Das ebenfalls stark besch\u00e4digte Sch\u00fctzenhaus wurde dem Sch\u00fctzenkameraden Martin L\u00f6ffler auf Wunsch gegen Bezahlung von 25 RM \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wiedergr\u00fcndung des Sch\u00fctzenvereins Bad Rappenau<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Aufbaujahre 1952 \u2013 1956<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem das Verbot zur Aus\u00fcbung des Schie\u00dfsportes von den alliierten Siegerm\u00e4chten Anfang der 50er Jahre wieder aufgehoben wurde, formierten sich vieler Orts die ersten Sch\u00fctzenvereine. Und so blieb es nicht aus, dass sich in Bad Rappenau einige ehemalige Mitglieder mit jungen Schie\u00dfsport begeisterten M\u00e4nnern zusammenfanden, um den Sch\u00fctzenverein zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Als Pate stand das altgediente Vorstandsmitglied Gustav Kirstenpfad, der seit 1930 Mitglied im Sch\u00fctzenverein war. Das Vereinsverm\u00f6gen von RM 132,27 am 31.12.1945 wurde 1947 abgewertet auf DM 13,25.<\/p>\n<p>Damit hatte man bei der Gr\u00fcndung einen Kassenstand von DM 13,25.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong> Auszug aus dem Protokoll der Wiedergr\u00fcndung<\/strong><\/p>\n<p>Am 25.April 1952 wurde der Sch\u00fctzenverein Bad Rappenau im Vereinslokal zum Deutschen Kaiser wieder ins Leben gerufen. Bei der Zusammenkunft der ehemaligen Mitglieder wurde die Vorstandschaft wie folgt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1.Vorstand:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eugen Wiebel<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Vorstand: &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; Gustav Kirstenpfad<\/li>\n<\/ol>\n<p>Kasse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lothar Lauer<\/p>\n<p>Schriftf\u00fchrer:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Werner Uhrig<\/p>\n<p>1.Schie\u00dfleiter:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Karl Uhrig<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Schie\u00dfleiter:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Willi Sp\u00e4th<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es wurde beschlossen die alte Satzung des Vereins zu \u00fcbernehmen und sie den jetzigen Verh\u00e4ltnissen anzupassen. Bei der Sitzung kam man \u00fcberein, zun\u00e4chst mit dem Luftgewehr auf eine Entfernung von 10m zu schie\u00dfen. Bis zur weiteren Regelung stellte der 1.Vorsitzende Eugen Wiebel ein Grundst\u00fcck \u00f6stlich seines Anwesens zur Verf\u00fcgung. Als ein gutes Zeichen kann man es betrachten, dass bei dieser Wieder- Gr\u00fcndungsversammlung wie bei der Urgr\u00fcndung 1924 wiederum 19 Mitglieder durch ihre Unterschrift ihren Beitritt erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Aufbaujahre 1952 \u2013 1956<\/strong><\/p>\n<p><strong>1952<\/strong><\/p>\n<p>Im Laufe des Jahres konnte man die Schie\u00df\u00fcbungen in der Kegelbahn im Gasthaus zur Eisenbahn aufnehmen. Die Kegelbahn wurde vom Bahnhofswirt kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt. Die ersten Vereinsmeisterschaften um die Sch\u00fctzenkette wurde am Sonntag Vormittag des 21.12. in der Kegelbahn ausgetragen. 1.Sch\u00fctzenk\u00f6nig wurde nach der Gr\u00fcndung W.Scheuermann mit 43 Ringen.<\/p>\n<p><strong>1953<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Generalversammlung am 31.01.1953 war die Gr\u00fcnderschaft von 19 Mitglieder auf stolze 59 angestiegen. Der Beitrag wurde auf viertelj\u00e4hrlich DM 1,50 festgelegt. Im Monat M\u00e4rz fand das erste Kurgastschie\u00dfen statt. Bei den Schie\u00dftagen in Eppelheim nahmen 2 Mannschaften teil.<\/p>\n<p><strong>1954<\/strong><\/p>\n<p>Durch ein Schreiben des Landratsamtes Sinsheim musste in der Kegelbahn und auf dem Gel\u00e4nde von Eugen Wiebel das Schie\u00dfen eingestellt werden.<\/p>\n<p>Durch das Einstellen des Schie\u00dfbetriebes machte sich ein deutlicher R\u00fcckgang im Vereinsleben bemerkbar. Kamen doch zur Generalversammlung im Pf\u00e4lzer Hof nur 6 Mitglieder. Bei dieser Versammlung einigte man sich, man solle sich an die Gemeinde wenden, um den alten Schie\u00dfstand zwischen den Bergen der an die Hundefreunde verpachtet war, zu erwerben. Beim Kreispokalschie\u00dfen in Waibstadt konnten die Sch\u00fctzen G.Kirstenpfad, G.Gall sowie K. und W. Scheuermann den Pokal erringen.<\/p>\n<p><strong>1955<\/strong><\/p>\n<p>Am 03. April 1955 wurde auf dem alten Schie\u00dfstand zwischen den Bergen offiziell das KK-Schie\u00dfen aufgenommen. Im Verlauf des Jahres fanden die ersten Kreismeisterschaften auf dem Schie\u00dfplatz statt.<\/p>\n<p>Beim Waibst\u00e4dter Treffen konnten die Sch\u00fctzen Th.Stuhlm\u00fcller, H.Schwab, G.Gall sowie W. und K.Scheuermann zum 2.Mal den Kreispokal erringen.<\/p>\n<p><strong>1956<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem durch die Kriegswirren das Sch\u00fctzenheim und der Schie\u00dfstand zerst\u00f6rt wurden und der Verein wieder neu gegr\u00fcndet wurde, ist der Bau eines Sch\u00fctzenheimes wieder aktuell geworden. Darum beschloss man am 08. November ein Sch\u00fctzenhaus zu bauen. Doch vorher musste der Pachtvertrag mit der Gemeinde besprochen und zum Abschluss gebracht werden. Am 07.Februar war es dann soweit. Der Pachtvertrag der Gemeindeverwaltung Bad Rappenau und dem Sch\u00fctzenverein ist beiderseits unterschrieben. Somit ist dem Verein sein altes Geb\u00e4ude zur Pflege des Schie\u00dfsports wieder \u00fcbergeben. Somit war der Weg frei und die Bauvorbereitungen konnten beginnen.<\/p>\n<p>Bei der Jahreshauptversammlung am 25.Februar 1956 lehnte 1.Vorsitzender Eugen Wiebel nach 4 Jahren Amtszeit eine Wiederwahl ab. Willi Sch\u00e4fer \u00fcbernahm das Amt des Wahlleiters und konnte Heinrich D\u00f6rzbach, der einstimmig gew\u00e4hlt wurde, begl\u00fcckw\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Zu dieser Stunde konnte noch niemand vorausahnen, dass Heinrich D\u00f6rzbach die Geschicke des Vereins 21 Jahre lang leiten wird. Am 05. Juli konnte Oberkommisar Stumpf aus KA Durlach den fertiggestellten Schie\u00dfstand abnehmen. Am Sonntag den 08. Juli er\u00f6ffnete B\u00fcrgermeister Hagner durch den ersten Schuss den Schie\u00dfbetrieb zum Preisschie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1958 Eugen Wiebel scheidet aus<\/strong><\/p>\n<p>Eugen Wiebel der bei der Wiedergr\u00fcndung des Sch\u00fctzenvereins 1952 den Vorsitz \u00fcbernahm, scheidet bei der Generalversammlung am 01.Februar 1958 aus der Vorstandschaft aus.<\/p>\n<p>Er war von 1952 bis 1956 1.Vorsitzender, von 1956 bis 1958 2.Vorsitzender. Ihm ist es zu verdanken, dass der Sch\u00fctzenverein sein altes Schie\u00dfgel\u00e4nde zwischen den Bergen zur\u00fcckbekam. Er f\u00fchrte die Verhandlungen mit der Gemeinde bis der Pachtvertrag unterschrieben war. Aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden stellte auch der Kassier und langj\u00e4hriger 2.Vorsitzender Gustav Kirstenpfad sein Amt zur Verf\u00fcgung. Daraufhin ernannte die Versammlung Eugen Wiebel zum Ehrenvorsitzenden und Gustav Kirstenpfad zum Ehrenmitglied.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aufschwung und Neuorientierung<\/strong><\/p>\n<p>Durch den Bau des neuen Sch\u00fctzenhauses und der KK-Anlage bekam das Vereinsleben den erhofften Aufschwung. Nun konnte man sich im Sch\u00fctzenhaus treffen und so manches Fest wurde in dem neuen Sch\u00fctzenheim gefeiert. Auch das KK-Schie\u00dfen erfreute sich immer mehr an Beliebtheit. Waren es 1956 43 Mitglieder, so z\u00e4hlte man 1957 57 Sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Nur die Jugend fehlte und so mahnte der 1.Vorsitzende D\u00f6rzbach bei einer Versammlung, insbesondere die Jugend zum Eintritt in unseren Verein zu bewegen. Doch dazu mussten die n\u00f6tigen Strukturen im sportlichen Bereich neu ausgerichtet werden. Dazu war es n\u00f6tig das Amt eines Jugendleiters, den es im Verein noch nicht gab, zu schaffen.<\/p>\n<p>Willi Zimmermann wurde 1959 der erste Jugendleiter. Er f\u00fchrte das regelm\u00e4\u00dfige \u00dcbungsschie\u00dfen f\u00fcr Jugendliche ein. Weitere Ma\u00dfnahmen waren der Kauf von Gewehren mit Diopter. F\u00fcr das optimale Luftgewehrschie\u00dfen, das f\u00fcr die Jugend Anfang der 60er Jahre immer popul\u00e4rer wurde, mussten die technischen Voraussetzungen erst geschaffen werden. Und so waren die Ziele des Vereins 1960 den geplanten Luftgewehrstand mit 6 Bahnen im Laufe des Jahres zu erstellen. Diese Ma\u00dfnahmen zeigten die ersten Erfolge. Im Juli 1960 wurden Kirrstetter Arno, Zimmermann Horst, Last Wolfgang und Feierabend Dieter als Mitglieder gemeldet. Mit ihnen und den Sch\u00fctzen Gerhard Krei\u00dfl und Dieter Feierabend wurde eine Mannschaft geschaffen, die den sportlichen Aufschwung brachte.<\/p>\n<p>Sie konnten viele Erfolge feiern und hatten eine gro\u00dfe Karriere vor sich. Sie sind heute noch Vorbilder der Sch\u00fctzenjugend. In diesen Jahren r\u00fcckte der Sport im Verein immer mehr in den Vordergrund und es musste wie bei der Jugend jemand gefunden werden, der die sportlichen Aufgaben \u00fcbernahm. Mit Horst Zimmermann wurde der erste Sportleiter 1966 in die Vorstandschaft gew\u00e4hlt. Diese Sch\u00fctzen haben nicht nur im sportlichen Bereich einen Generationswechsel gebracht, sie werden Verantwortung in der Vorstandschaft \u00fcbernehmen und mit den Jahren den Verein f\u00fchren und leiten. Allen voran wird Horst Zimmermann den Sch\u00fctzenverein Bad Rappenau in das zwanzigste Jahrhundert f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1970 &#8211; 1999<\/strong><\/p>\n<p>Der Sch\u00fctzenverein, insbesondere seine aktiven Sch\u00fctzen gingen nach einem arbeitsreichen, turbulenten und erfolgreichen Jahrzent mit Optimismus und Skepsis in die 70er Jahre. Die Ausbildung der Sch\u00fctzen, insbesondere der Jugend, durch unsere \u00e4lteren erfahreneren Sch\u00fctzen, tr\u00e4gt Fr\u00fcchte. Die Erfolge k\u00f6nnen sich sehen lassen.<\/p>\n<p>Am 15. Juli 1970 nehmen wir Abschied von Hermann Schenkel, Gr\u00fcndungs- und Ehrenmitglied, Vorsitzender von 1929 \u2013 1945 und seit 46 Jahren treu mit dem Verein verbunden.<\/p>\n<p>1974 hatten wir unser 50-j\u00e4hriges Vereinsjubil\u00e4um, verbunden mit einem Preisschie\u00dfen. Die Jubil\u00e4umsfeier fand am Samstag den 31.August unter Mitwirkung des M\u00e4nnergesangsverein \u201eFrohsinn\u201c im Festzelt vor dem Sch\u00fctzenhaus statt. Der Vorsitzende Heinrich D\u00f6rzbach begr\u00fc\u00dfte die Festversammlung, danach hielt B\u00fcrgermeister Hagner die Festrede. Kreissch\u00fctzenmeister Edgar Thamm \u00fcberbrachte die Gru\u00dfworte des Sch\u00fctzenkreises.<\/p>\n<p>Am Sonntag war gro\u00dfes Preisschie\u00dfen f\u00fcr Jedermann. In diesen Jahren zeigte sich, dass das Sch\u00fctzenhaus mit seiner Schie\u00dfanlage dieser Zeit und den technischen Anforderungen unserer Sch\u00fctzen nicht mehr gewachsen war. Vor allen Dingen fehlten sanit\u00e4re Anlagen. Nach sorgf\u00e4ltigen Beratungen entschloss sich die Vorstandschaft das Sch\u00fctzenhaus um- und anzubauen. Doch diese Verantwortung wollte unser Vereinsvorsitzender Heinrich D\u00f6rzbach in die H\u00e4nde J\u00fcngerer geben.<\/p>\n<p>Darum entschlie\u00dft er bei der Generalversammlung 1977 das Amt des Vereinsvorsitzenden aus Altersgr\u00fcnden abzugeben.<\/p>\n<p>Horst Zimmermann wird am 21.05.1977 einstimmig zum Obersch\u00fctzenmeister gew\u00e4hlt. Franz Huber wird Sch\u00fctzenmeister und Jutta Zimmermann Sportleiter. Durch diesen Generationswechsel wurden die anstehenden Aufgaben sofort in Angriff genommen. Horst Zimmermann leitete alle Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Umbau des Sch\u00fctzenhauses ein und es wird eine lange Phase des Bauens werden. Die Jahre vergehen ohne Besonderheiten. Im Verein wird, sei es im sportlichen sowie im wirtschaftlichen Bereich, gute Arbeit geleistet. Vor allem bei der Jugendarbeit kann man gro\u00dfe Erfolge erzielen.<\/p>\n<p>Am 05.03.1983 \u00fcbergibt nach 25-j\u00e4hriger T\u00e4tigkeit als Kassier Hans Dieter Bartsch sein Amt an Franz Huber.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese T\u00e4tigkeit \u00fcbergibt und bedankt sich unser OSM Horst Zimmermann bei Hans Dieter Bartsch mit einer Urkunde und einem Zinnbecher. Hans Dieter Bartsch wird 1986 zum Ehrenmitglied ernannt.<\/p>\n<p>Beim 60-j\u00e4hrigen Vereinsjubil\u00e4um 1984 wird das letzte Sch\u00fctzenfest mit Preisschie\u00dfen veranstaltet. Die Finanzierung der verschiedenen Bauabschnitte sowie die Erhaltung der Anlagen zwingen die Vereinsf\u00fchrung neue Wege zu gehen. Stra\u00dfenfeste und Kurparkfeste l\u00f6sen Sch\u00fctzenfeste ab. Sie sind die lukrativen Einnahmequellen der 90er Jahre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcndung des Sch\u00fctzenvereins Auf Anregung von Hermann Schenkel wurde in der Weinstube Linde eine Versammlung von sportlustigen M\u00e4nnern einberufen, die im Laufe des Abends den Sch\u00fctzenverein Bad Rappenau gr\u00fcndeten. Es war dies der 07.Januar 1924. Dem neuen Verein traten sofort 19 Mitglieder bei. Die den ersten Vorstand wie folgt w\u00e4hlten: I.Vorstand:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lehrer Jakob Kempf [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":15,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-100","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/100","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":513,"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/100\/revisions\/513"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/15"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sv-bad-rappenau.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}